Orthopädie Rickert · Privatpraxis in Seligenstadt
Die Hochfrequenztherapie mittels Radiofrequenz-Denervation ist ein minimalinvasives Verfahren zur Behandlung ausgewählter chronischer Wirbelsäulenschmerzen. Nach einer sorgfältigen Untersuchung prüfen wir, ob diese Behandlung bei Ihren Beschwerden sinnvoll ist.
Bei diesem minimalinvasiven Verfahren werden bestimmte schmerzübertragende Nervenäste gezielt durch Wärme beeinflusst.
Hierfür werden spezielle Elektroden über dünne Nadeln an die vorgesehenen Zielstrukturen gebracht. Bei der thermischen Radiofrequenz- Denervation entsteht an der Elektrodenspitze kontrolliert Wärme, um die Weiterleitung von Schmerzsignalen zu unterbrechen.
Ziel ist eine mögliche Verringerung der Schmerzen. Die zugrunde liegenden Gelenkveränderungen selbst werden dadurch nicht rückgängig gemacht.
Eine Radiofrequenz-Denervation kommt insbesondere bei ausgewählten, länger bestehenden Schmerzen infrage, deren Ursache an bestimmten Gelenken der Wirbelsäule vermutet und diagnostisch ausreichend abgesichert wird.
Nicht jeder Rückenschmerz ist für eine Radiofrequenzbehandlung geeignet. Das Verfahren ist keine Standardbehandlung für unspezifische Rückenbeschwerden.
Vor einer möglichen Behandlung werden Schmerzverlauf, körperlicher Untersuchungsbefund, bisherige Therapien und vorhandene Bildaufnahmen beurteilt.
Um festzustellen, ob bestimmte Gelenke beziehungsweise ihre versorgenden Nervenäste als wesentliche Schmerzquelle infrage kommen, können diagnostische Injektionen mit einem örtlichen Betäubungsmittel durchgeführt werden.
Die anschließende Veränderung der Beschwerden hilft bei der Entscheidung, ob eine Radiofrequenz-Denervation sinnvoll sein könnte.
Beschwerden, Bildgebung und Ergebnisse der diagnostischen Untersuchungen werden sorgfältig beurteilt.
Bei geeigneter Indikation werden die vorgesehenen Nervenstrukturen unter geeigneter Bildkontrolle gezielt behandelt.
Nach der Behandlung werden Beschwerden, Verträglichkeit und der weitere Therapieverlauf überprüft.
Auch minimalinvasive Behandlungen sind nicht frei von Risiken. Möglich sind beispielsweise vorübergehende Schmerzen im Behandlungsbereich, Blutergüsse, Infektionen oder Nervenverletzungen.
Vor einem Eingriff müssen unter anderem Gerinnungsstörungen, blutverdünnende Medikamente, Infektionen und implantierte elektronische Geräte berücksichtigt werden.
Mögliche Vorteile, Risiken und alternative Behandlungen werden vor der Entscheidung individuell besprochen.
Eine mögliche Schmerzlinderung und ihre Dauer sind individuell unterschiedlich. Schmerzübertragende Nerven können ihre Funktion im Verlauf wiedererlangen.
Deshalb kann nicht zugesichert werden, dass die Schmerzen vollständig oder dauerhaft verschwinden.
Abhängig vom Befund können weiterhin Physiotherapie, gezieltes Training oder andere Maßnahmen sinnvoll sein.
Die Radiofrequenz-Denervation ist ein minimalinvasiver Eingriff. Die Behandlung erfolgt über spezielle Nadeln und erfordert normalerweise keinen großen operativen Zugang.
Nein. Eine Radiofrequenz-Denervation der Facettengelenke ist keine allgemeine Behandlung eines Bandscheibenvorfalls. Die Eignung hängt von der konkreten Schmerzursache ab.
Bitte bringen Sie vorhandene MRT-, CT- und Röntgenaufnahmen, Befundberichte sowie eine aktuelle Medikamentenliste mit.
Vereinbaren Sie einen Termin zur fachärztlichen Beurteilung Ihrer Beschwerden und der möglichen Behandlungsverfahren in unserer Privatpraxis in Seligenstadt.
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